Funkauslöser Nr. 2 "FABG2"

[xx.xx.2005]
Tja, da es für das erste Funkauslösermodell keine Teile mehr zu kaufen gab, musste eine andere Lösung gefunden werden. Gesagt, getan getutet... Nach einem kurzen Abstecher in diese Sackgasse bin ich zu einer gänzlich anderen Funklösung gekommen. Eine, die mir aus rein technischer Sicht auch viel besser gefällt - digitale Übertragung :-).
Bei diesem Funkauslöser wird ein industriell hergestelltes 433.92 MHz Sendemodul eingesetzt, wie es z.B. auch bei Garagentor-Öffnern eingesetzt wird. Der Auslöser besitzt zwar nun keine seperate Fokus- und Auslösefunktion mehr, bietet dafür aber eine 100% sichere Übertragung durch digitale Adressierung und Kodierung des Sendesignals. Bei einer Bildauslösung mit diesem Funkauslöser führt die Kamera die Funktionen Fokussierung und Aufnahme direkt nacheinander aus.

Die Schnittstelle zwischen Empfänger-Elektronik und der Kamera wurde im Vergleich zum ersten Modell verbessert. Das Signal wird jetzt per Optokoppler an die Kamera weitergeleitet. Es besteht also keine elektrische Verbindung mehr zwischen Kamera und Empfänger - die Signale werden per Lichtimpuls weitergeleitet.


Die Decoder-Platine habe ich übrigens bei einem externen Dienstleister ätzen lassen, was ich immer wieder als echt gute Entscheidung empfinde! Platinen selbst im Keller oder in der Garage zu ätzen ist wahrlich eine arge Sauerei und außerdem hat man später das Problem der Entsorgung des Ätzmittels. Das ist wirklich als gut gemeinter Tipp zu verstehen. Es gibt übrigens mittlerweile auch bei eBay sehr günstige Dienstleister-Angebote.

Funkauslöser für Konica-Minolta Kameras
(
für Dynax und Dimage-Serie - Kompatibilitätsliste s.u.)
433 Mhz digital codierte Funkverbindung


Gerätebeschreibung:
Fernauslöser auf Basis von digital codierten Funksignalen im 433 MHZ ISM-Band (amplitudenmoduliert).

Der Empfänger wird mit dem ca. 1 Meter langen Anschlußkabel an die Remote-Buchse der Digitalkamera angeschlossen. Mit dem Handsender kann mittels großem Auslöseknopf die Kamera ausgelöst werden. Dabei wird das vollständige Durchdrückem des Auslöseknopfes der Kamera simuliert.
Der Auslöser funktioniert über eine Distanz von bis zu 30 Metern und mehr (bei freier Sicht). Es können mehrere Funkmodule gleichzeitig betrieben werden ohne daß diese sich gegenseitig stören.

Abmessungen / Bedienteile:
Sender:
- Bedienteile: Großer Aulöseknopf - simuliert komplettes durchdrücken des Auslöseknopfes der Kamera,
  Antenne, ca. 28 cm lang (okay, ich sollte zusehen weißes Antennenkabel dafür zu bekommen, sieht besser aus. ;-) )
- Abmessungen (Länge, Breite, Höhe): 8.5 cm, 4.5 cm, 1.8 cm
- Stromversorgung: 1 x 12 Volt Batterie A23 (liegt dem Sender bei)
- Zum Wechseln der Batterie wird ein kleiner Schlitz-Schraubendreher benötigt
- Der Sender verbraucht nur Strom, wenn die Taste gedrückt wird!


Empfänger:
- Bedienteile: An/Aus Kippschalter
- 1 x LED zur Betriebsanzeige
- 1 x LED Auslöseanzeige (leuchtet, wenn am Sender der Knopf gedrückt wird und blinkt, wenn die Reichweite überschritten wird)
- Befestigungsöse zum Anhängen des Empfängers an ein Stativ
- Länge, Breite, Höhe: 10.5 cm, 6.5 cm, 2.6 cm
- Stromversorgung: 2 x 1,5 Volt Microbatterien (AAA)
- Stromaufnahme: ca. 4 mA in Ruhe, 9 mA bei Auslösung
- Zum Wechseln der Batterie wird ein kleiner Kreuz-Schraubendreher benötigt


Für den Anschluß an die Kamera habe ich meinen Selbstbau-Remote-Stecker benutzt.

Exakte Funktion:
Solange die Taste am Sender gedrückt ist, fokussiert die Kamera. Hat sie erfolgreich fokussiert, dann wird danach sofort das Bild aufgenommen.
Kann sie nicht fokussieren, weil es z.B. zu dunkel ist, dann wird dennoch ein Bild aufgenommen mit einem Schärfebereich von 5 Metern bis unendlich (gilt zumindest für meine Dimage 7/Hi).
Das ganze dauert max. 2 Sekunden, je nachdem wie lange die Kamera fokussiert.

Also:
1) Taste drücken

2) Surrrrrr..."piep" (Kamera fokussiert)
3) "klick" (Kamera löst sofort danach aus)
4) Taste loslassen.

Ist doch einfach, oder? ;-)
Übrigens: wenn man zwischen 2) und 3) die Taste losläßt, dann bricht die Kamera Ihre Aktion auch ab.

Ob die Kamera erfolgreich scharfstellen konnte oder nicht, ist bei aktiviertem Auslöseton durch einen Piepston zu hören. Piepst die Kamera kurz vor der Aufnahme, dann konnte erfolgreich scharfgestellt werden.

Kompatibilität:
Die hier verbaute Anschlußtechnik wird von mir erfolgreich an meiner eigenen Dimage-D7/Hi betrieben.
Außerdem gab mir die Firma Konica-Minolta auf Anfrage eine Kompatibilitätsliste der Dimage/Dynax-Remoteanschlüsse.
Vielen Dank auch an Uwe W. für das Testen an seinem großen "Minolta Kamerapark". :-)

Die hier verbaute Anschlußtechnik wird von mir erfolgreich an meiner eigenen Dimage-D7/Hi betrieben. Ferner gab mir die Firma Konica-Minolta auf Anfrage eine Kompatibilitätsliste der Dimage- und Dynax-Remoteanschlüsse.

Im wirklichen Leben getestet wurden bisher folgende Kameras:
Dimage 7
Dimage 7i
Dimage 7/Hi
Dimage A1
Dimage A2
Dynax 5
Dynax 7
Dynax 7D
Dynax 5D
Minolta 8000i
Minolta 800 si

Außerdem funktioniert der Auslöser an folgenden Sony Spiegelreflexkameras:
Alpha 100

Prinzipiell funktioniert der Fernauslöser auch an anderen Kameramodellen, wenn die Fernauslöser-Buchse dort entsprechend gleich beschaltet ist.

Technik:
Der Funkauslöser arbeitet auf 433,92 Mhz Basis im dafür freigegebenen ISM-Band. Das Schaltsignal wird im Sender digital adressiert und codiert bevor es per Amplitudenmodulation gesendet wird. Die Sendeleistung beträgt ca. 10 mW. Der Empfänger nimmt nur die Datenpakete an, die an ihn adressiert sind. Dadurch ist ein sehr hoher Schutz vor Fehlauslösung gewährleistet.



Die Verbindung zwischen Funkauslöser und Kamera erfolgt sicher durch zwei Optokoppler. Das bedeutet, daß es keine elektrische Verbindung zwischen Kamera und Funkauslöser gibt.

Hierzu etwas in "eigener Sache": Die nicht vorhandene elektrische Abkopplung im Funkauslöser Nr. 1 hatte mal jemand im Minolta-Forum bemängelt und den Einsatz von je einer Diode pro Schaltstrecke in einem eigenen Schaltungsentwurf vorgeschlagen, um etwaige Fremdspannungen von der Kamera fernzuhalten. Dazu sei gesagt, daß im Fernauslöser Nr. 1, als auch im Intervallschalter die Remoteanschlüsse mittels Transistor gegen Kameramasse geschaltet werden. Genau genommen ist das also auch eine Diodenstrecke. Hier kann es nicht zu einem Fremdspannungsfluß in Richtung Kamera kommen, solange nicht die Sperrschicht des Transistors zerstört wird. Aber um die zu durchbrechen, braucht es Spannungen, die jenseits von denen liegt, die die Batterien des Funkauslösers liefern. Und zweitens muß diese Fremdspannung auch erstmal an der Basis des Transistors herankommen, was nicht der Fall ist, solange man die Elektronik nicht mit einem Elektroschocker traktiert. Es besteht also in keinem Fall eine Gefahr für die Kamera. Der Optokoppler, der in diesem Modell zum Einsatz kommt, stellt lediglich eine verbesserte Möglichkeit dar, weil er z.B. Spannungen bis zu 5000 Volt von der Kamera abhält. Aber das sind Werte die in der Relaität wohl eher nicht vorkommen, aber ein "gutes Bauchgefühl" vermitteln, wenn man so etwas liest - bis 5000 Volt gesichert? Wow!. ;-)

"Bilder... ich will Bilder sehen...":